Müssen Bahnreisende in Südostbayern bis 2038 in Uraltzügen fahren?

Grüne fordern zukunftsfähige, barrierefreie Züge bei Neuausschreibung des Mühldorfer Liniensterns.

11.02.23 –

In den nächsten Wochen entscheidet die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) über die Neuvergabe der Bahnstrecken des sogenannten "Mühldorfer Sterns". Dies betrifft die gesamte Region Südostbayerns von Landshut über Mühldorf nach Rosenheim, Passau, Straubing u.a..
Aktuell sind vier verschiedene Varianten ausgeschrieben, von denen zwei noch nicht mal ansatzweise barrierefreie Züge beinhalten. Nach dem Desaster beim zweiten S-Bahn-Tunnel in München befürchten die südostbayerischen Grünen, dass Bahnreisende im ländlichen Raum die Zeche dafür zahlen müssen, wenn sich die BEG aus Kostengründen für die alten Züge aus dem letzten Jahrhundert entscheidet.

Die Südostbayerischen Grünen fordern das Bayerische Verkehrsministerium auf, sich dafür einzusetzen, dass die Wahl auf eine der beiden Ausschreibungen mit besseren Ausstattungen fällt.

Johannes Hunger, Landtagskandidat der Landshuter Grünen: „Es darf nicht sein, dass der regionale Schienen-Personennahverkehr am Mühldorfer Stern bis 2035 oder sogar 2038 mit veralteten Zügen bedient wird. Wir brauchen Bahnverkehr mit Qualität – auch in Südostbayern. Barrierefreiheit, Klimatisierung und WLAN, das sollte im Jahr 2025 selbstverständlich sein.“

Markus Scheuermann, Bezirksrat der Grünen in Niederbayern und Behindertenbeauftragter des Bezirks Niederbayern, bekräftigt die Forderung: „Der Mühldorfer Stern ist doch keine Resterampe. Die Bürger*innen im ländlichen Südostbayern erwarten von der bayerischen Regierung eine zukunftsfähige, barrierefreie Bahn mit modernen Fahrzeugen. Es ist mindestens peinlich, daß heute noch überhaupt anders als grundsätzlich barrierefrei ausgeschrieben wird.“

Wohin das Sparen bei der BEG führen kann, zeigte sich in der Region Augsburg / Ulm nach dem Wechsel von DB Regio zum Bahnbetreiber Go-Ahead*1. Dort fiel vor Weihnachten fast die Hälfte des Fahrplans aus. Die Probleme reichten von Personalmangel über mangelnde Wintertauglichkeit der Fahrzeuge bis zu defekten Toiletten.
Die Leidtragenden waren die Bahnreisenden.

*1 Die Go-Ahead-Gruppe gehört dem australischen Busunternehmen Kinetic und dem spanischen Verkehrsunternehmen Globalvia.

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Inklusion | Pressemitteilung | Verkehr

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